In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die Eizellentnahme (Follikelpunktion) erfolgt vor dem Eisprung ca. 36 Stunden nach Injektion von HCG (humanes Chorion Gonadotropin). Der Inhalt der Follikel, die Follikelflüssigkeit mit der Eizelle, wird transvaginal, unter Ultraschallkontrolle punktiert. Die Eizellen werden im Labor unter einem Mikroskop aus der Follikelflüssigkeit herausgesucht, in eine Kulturschale gegeben und in einem Inkubator aufbewahrt.
Der Samen des Mannes kann in einem dem IVF-Labor angrenzenden Raum gewonnen werden. Nach Absprache mit den behandelnden Ärzten kann der Samen auch von zu Hause mitgebracht werden. Spezielle Aufbereitungsmethoden erlauben es die Samenzellen aus dem Ejakulat zu isolieren und zu konzentrieren.
Ist der Befund des gewonnenen Samens für eine In-Vitro Fertilisation (IVF) geeignet, wird am frühen Nachmittag ein Tropfen Samensuspension zu den schon in der Kulturschale befindlichen Eizellen (noch von einer lockeren Wolke von Kumuluszellen umgeben) gegeben. Die Befruchtung der Eizellen erfolgt in den nächsten Stunden auf natürlichem Wege.
Wie viele Eizellen befruchtet wurden erkennen wir am nächsten Tag. Die Anzahl der normal befruchteten Eizellen und ihre weitere Entwicklung sind ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Rückführung des Embryos in die Gebärmutter. Der Embryotransfer von ein oder zwei Embryonen wird am 3. Tag (im Teilungsstadium) oder am 5. Tag (im Blastozystenstadium) nach der Eizellentnahme durchgeführt.


 

Letzte Aktualisierung: 17.01.2017